Junge Pioniere / Thälmannpioniere

Die einzige in der DDR zugelassene Kinderorganisation war bereits 1948 unter dem Namen "Junge Pioniere" gegründet worden. In Verbindung mit der Namensgebung nach dem von den Nationalsozialisten ermordeten Kommunisten Ernst Thälmann, wurde 1952 auch das Pioniergelöbnis, für den Sozialismus zu kämpfen, eingeführt. Seit 1957 gab es die Unterscheidung zwischen "Jungpionieren" (Klasse 1-3) und "Thälmannpionieren" (Klasse 4-7). Ihr Bekenntnis zum Sozialismus wiederholten die Pioniere fast täglich in Form des Pioniergrußes, der 1958 auf der Basis eines Politbüro-Beschlusses eingeführt wurde. Auf die Aufforderung "Für Frieden und Sozialismus - Seid bereit!", hatten die Kinder zu antworten: "Immer bereit!", wobei die rechte Hand vertikal zur Stirn gehoben wurde. Zu besonderen Anlässen trugen die Pioniere eine weiße Bluse mit Pionierabzeichen, sowie ein blaues (Jungpioniere) bzw. ein rotes (Thälmannpioniere) Halstuch. Obwohl die Mitgliedschaft keine Pflicht war, erlebten seit dem Ende der 50er Jahre Nicht-Pioniere und ihre Eltern Behinderungen ihrer schulischen bzw. beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.

 
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